Termine


Treppenlaufteam Radebeul (GER)
am 21.04.2012


Abu Dhabi Triathlon (UAE)
am 03.03.2012




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Das Knie


Das "Läuferknie" ist die Bezeichnung für eine der häufigsten Überlastungsverletzungen am Kniegelenk. Besonders davon betroffen sind Ausdauersportarten wie Langstreckenlauf oder Radsport. Aber auch bei den Ballsportlern wie Fußballer oder Basketballer tritt dieses Krankheitsbild verstärkt auf.

Ursachen
Ursache ist die Verkürzung einer straffen Sehnenplatte, die vom oberen äußeren Beckenknochen an der Oberschenkelaußenseite über das äußere Kniegelenk bis zum Wadenbeinköpfchen zieht. Diese Sehnenplatte bezeichnet man im Fachjargon als Tractus iliotibialis (auch ITB - Iliotibiales Band). Häufig ist auch die vordere Oberschenkelmuskulatur betroffen und ebenfalls verkürzt. Durch die Verkürzung des ITB`s scheuert der Tractus direkt außen am Kniegelenk über einen kleinen Knochenvorsprung (laterale Femurcondyle - äußere große Oberschenkel-rolle), so dass das Gewebe dazwischen (zwischen Tractus und Knochen) gereizt wird und sich akut entzündet. Es kann sogar soweit kommen, dass sich das Gewebe chronisch entzündet und so vernarbt, dass es zu Verklebungen und Verwachsungen führt.
Wie kommt es zu einer Verkürzung des Tractus iliotibialis ?
Die häufigste Ursache ist eine chronische Überlastung durch zu hohe Umfänge in Kombination mit zu hoher Intensität. Seltener ist eine anatomische Fehlstatik der Beinachsen, X - oder O - Bein, der Grund. Mangelnde Dehnübungen oder Stretching beeinflussen ebenfalls die Spannung der Beinmuskeln und des Tractus iliotibialis. Auch ein falscher Laufstil und schlechtes Schuhwerk (zu harter Schuh auf zu hartem Untergrund) kann zu den oben genannten Symptomen führen.

Lokation der Schmerzen
Typischerweise treten die Schmerzen an der Knieaußenseite 10 bis 20 Minuten nach Beginn der Belastung auf. Im Alltagsleben sind die Sportler allerdings meist schmerzfrei. Die Schmerzen können während der Belastung so stark zunehmen, dass der Sportler den Lauf abbrechen muss.

Medikation und Übungen
Treten die Schmerzen erstmalig auf, solltet ihr zunächst den Sport abbrechen, dann viel dehnen und stretchen und einige Tage Pause machen. Bei Wiederaufnahme des Trainings, solltet ihr euch zunächst vor der Trainingseinheit ausgiebig mit ganz lockerem Traben aufwärmen und dann vernünftig die Beinmuskulatur stretchen. Danach könnt ihr mit der eigentlichen Sportart wieder beginnen. Ihr müsst noch darauf achten, dass ihr das Training nicht zu schnell steigert und nur langsam von Tag zu Tag und Woche zu Woche die Belastung erhöht wird!

Trainingsübung 1
Wenn die Schmerzen nicht verschwinden und bei den weiteren Trainingseinheiten vielleicht sogar zunehmen, solltet ihr schnellstmöglich einen Sportarzt aufsuchen. Ist sich der Arzt mit der Diagnose nicht sicher, dann lasst ein Kernspin (MRT) von eurem Kniegelenk machen. Differentialdiagnostisch ist es wichtig, Schäden im Kniegelenk, wie am Meniskus- oder Knorpel, auszuschließen.
Steht die Diagnose der Tractusreizung, könnt ihr akut das Knie mit Eis kühlen und zusätzlich entzündungshemmende Schmerzmittel, wie z. B. Diclofenac oder Ibuprofen, einnehmen. Dabei ist aber darauf zu achten, nicht länger als 10 Tage die Tabletten einzunehmen, da es sonst zu Nebenwirkungen kommen kann.

Therapie
Die wichtigste Therapie bei einem chronischen Läuferknie ist aber für euch zunächst eine Pause der Belastung, die zur Reizung des Tractus führt, von mindestens 4 Wochen einzuhalten. Gleichzeitig empfiehlt es sich, vom Arzt krankengymnastische und physikalische Maßnahmen (Strom/Ultraschallbehandlungen) auf Rezept verordnen zu lassen . Der Physiotherapeut dehnt und massiert den Tractus weich und kann euch auch Stretchübungen zur Eigenregie zeigen.
Die Kombination all dieser beschriebenen Therapien und Übungen sollten rasch zu einer Besserung führen!

Bei Beschwerdepersistenz über 4 Wochen kann man noch versuchen, lokal mit einer Cortison-Infiltration zu therapieren. Wenn auch diese Maßnahmen fehlschlagen und nach längerer Pause über mehrere Monate Schmerzen weiterhin bestehen, gibt es noch die Möglichkeit der operativen Intervention mit Verlängerung und Entlastung des Tractus.

Aber soweit sollte man es nicht kommen lassen und daher das Training angemessen durchführen und prophylaktisch vor jeder Sporteinheit gründlich den Körper aufwärmen und stretchen.

Quelle:Team Erdinger Alkoholfrei