Termine


Treppenlaufteam Radebeul (GER)
am 21.04.2012


Abu Dhabi Triathlon (UAE)
am 03.03.2012




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Die Achillessehne


Achillodynie ist die Bezeichnung für Beschwerden im Achillessehnenbereich. Studien zeigen, dass zwischen 15 und 25 % aller Läufer unter akuten Beschwerden der Achillessehne leiden. Der Marathonläufer zählt hier mit 80 % zu den anfälligsten Sportlern, die bisher schon eine Achillessehnenentzündung hatten.
Wie kommt es zur Reizung der Achillessehne?

Fußfehlstellungen
An erster Stelle steht als Ursache für die Reizung der AS eine Fehlstellung beim Abrollen des Fußes im unteren Sprunggelenk, der Pronation. Hierbei kommt es in der Stützphase durch Einsinken des Mittelfußes nach innen zu einer asymmetrischen Verwringung und dadurch zu einer ungleichen Belastung der AS. In der Abdruckphase wird der Fuß reflektorisch nach außen abgekippt, Supination, und belastet damit die AS wiederum umgekehrt vermehrt. Weitere Fußfehlstellungen, wie der Hohlfuß belasten auch die AS so, dass Entzündungen des Gleitgewebe entstehen können.

Muskuläre Ursachen
Oft ist auch eine Dysbalance der Muskulatur am Unterschenkel als Ursache zu sehen. Wenn die Schienbeinmuskeln zu schwach sind und die Wadenmuskeln zu stark, dann wird die AS fehlbelastet und gereizt. Auch eine Verkürzung des großen Hüftbeugers, M. iliopsoas, bewirkt beim Vorführen des Beckens und Beugen in der Hüfte eine vermehrte Verdrehung des Vorfußes, was wiederum zu einer asymmetrischen Belastung der AS führt. Eine verkürzte Wadenmuskulatur erhöht den Zug auf die AS und kann sie damit auch vermehrt reizen. Natürlich sind auch Trainingsinhalte, Quantität und Qualität, zu schnelles Steigern des Trainings, Laufen auf harten Untergrund, Laufen mit Spikes auf der Bahn Ursachen für Beschwerden an der AS.

Pathologie
Bei längerer Fehlbelastung entzündet sich das Gleitgewebe, das die AS umgibt und mit Nährstoffen von außen versorgt, derartig, dass es vernarben und verkleben kann. Wenn dies passiert, spricht man von einer chronischen Entzündung. Die Ernährung der AS ist dann nicht mehr 100% gewährleistet, so dass sich das Sehnenmaterial verändert und langsam von innen nach außen abstirbt. Der Mediziner spricht dann von einer Nekrose der Achillessehne. Es kann zu Teilrissen führen oder im schlimmsten Fall kann die Sehne ganz durchreißen.

Therapie
Ganz wichtig ist es, von der ersten Minute an, nach Auftreten der Schmerzen, konsequent die Beschwerden zu therapieren. Ist der Prozess erst einmal chronisch, schlägt man sich Wochen– bis monatelang mit einer kaputten Achillessehne herum.
Bei akut auftretenden Schmerzen helfen am besten sofortige Kälteanwendungen, die schnell den Entzündungsschmerz eindämmen. Wichtig ist auch das Aufdehnen der großen Wadenmuskulatur und der tiefen Fußflexoren. Histologische Untersuchungen haben gezeigt, dass sich durch intensive Dehnübungen, das Sehnenmaterial schneller regeneriert. Zusätzlich kann man auch eine entzündungshemmende Tablette, wie z.B. Diclofenac, einnehmen. Entzympräperate, wie Wob-, Phlogenzym oder Bromelain unterstützen die Regeneration des Entzündungsprozesses. Fehlstellungen im Sprunggelenk sollten unbedingt mit orthopädisch angefertigten Einlagen beglichen werden. Hilfreich ist dabei eine Gang– und Laufanalyse, z.B. in einem Laufgeschäft oder bei einem Orthopädietechniker.
Mit einer kurzfristigen Absatzerhöhung, die unter die Einlage gelegt wird, wird die Sehne entlastet. Diese sollte man aber nicht länger als drei Wochen tragen, da sonst die Gefahr der Sehnenverkürzung besteht. Wenn die Beschwerden länger als zwei Wochen andauern, sollte unbedingt ein Physiotherapeut aufgesucht werden, der die Therapie unterstützt. Sollte der Therapeut nach vier Wochen keinen wesentlichen Erfolg haben, dann ist auf jeden Fall eine Kernspintomographie mit Kontrastmittel der AS indiziert. Anhand der Aufnahmen kann der Arzt sehen, ob nur das Gleitgewebe oder auch schon die Sehne geschädigt ist. Bei Beschwerden länger als 6 Monate muss über eine Operation diskutiert werden. Hierbei wird dann das verdickte und vernarbte Gleitgewebe und Teile der defekten Sehne entfernt.

Prophylaxe
Man sollte das Lauftraining nie zu schnell steigern und nicht zu viel auf hartem Untergrund laufen. Achtet beim Kauf eurer Schuhe darauf, dass sie euren Fuß vernünftig führen und stützen. Dehnt euch regelmäßig nach dem Laufen. Zusätzlich ist eine Kräftigung der Fußmuskulatur und Wadenmuskulatur sinnvoll. Hierfür ist Barfußlaufen auf Rasen, mit den Zehen über den Teppich ziehen oder am Treppenabsatz mit den Zehen an die Kante stellen und die Ferse nach oben und unten bewegen sehr zweckmäßig.

Quelle:Team Erdinger Alkoholfrei